Am Freitag haben Karo und ich uns erstmals mit dem Stray Bus Richtung Norden aufgemacht, genauer gesagt: Paihia in den Bay of Islands. Nach dem der Bus nur eine Stunde zu spät kam, hatten wir schon mal einen ersten guten Eindruck! Aber die Fahrt war ganz ok und die Fahrerin hat sich ganz nett entschuldigt. Also alles gut!
Hier angekommen haben wir erstmal in unser Super- Duper- 5 Sterne Hostel eingecheckt, welches echt fein ist und nur schlappe 9 € pro Nacht kostet. Und das sogar mit eigenem Bad! Danach haben wir erstmal eine rasante Boots- Tour gemacht, Delfine und Seelöwen gesehen und seekrank sind wir dabei auch geworden. Mieps! Kann aber auch nicht beurteilen, ob es an meinem stark aufsteigenden Hunger lag oder wirklich an dem starken Wellengang. Ich denke, es war eine Kombination aus Beidem.

Am nächsten Tag haben wir eine Tagestour zum Cape Reinga unternommen, den nördlichsten Punkt Neuseelands. Die Fahrt war, abgesehen von den schlimmen Straßen hier (hoch lebe NRW), echt gut und hat total Spaß gemacht. Wir waren spazieren im Puketi Kauri Forest, waren an einem verlassenen Strand und zurück sind wir den ninety mile beach entlang gefahren. Zwischendurch haben wir einen kleinen Stopp bei den sand dunes eingelegt und waren erstmal sand- boarding. Yeah! Mega lustig, aber auch ziemlich anstrengend. Obwohl ich das Schuhmacher- Board hatte, konnte ich die doofe Karo nicht schlagen. Mein Sturz hat abgesehen davon, dass ich heute immer noch Sand in meinen Taschen finde, keine weiteren schlimmen Nachwirkungen gehabt. Hihi! Ich glaube an diesem Tag haben wir dann auch den absoluten Fotorekord gebrochen mit etwa 200 Fotos innerhalb weniger Stunden.

Dann haben Karo und ich noch eine „kleine“ Wanderung zu den ach so tollen Haruru Falls im Nachbarort unternommen. Die kleine Wanderung entpuppte sich jedoch zu einem schweißtreibenden Auf- und Abgegehe auf einer Schnellstraße, weil Karo und ich den ausgezeichneten Wanderweg irgendwie übersehen haben. Hupsi! Am Ziel angekommen war die Enttäuschung dann aber leider groß, weil der Wasserfall laaangweilig war und nicht zu vergleichen ist mit denen, die man hier immer in irgendwelchen Prospekten sieht. Schockiert darüber, dass uns viele im Hostel diese Wanderung empfohlen haben machten wir uns dann mit leichter schlechter Laune im Gepäck auf den Heimweg. „Daheim“ erfuhren wir dann, dass nicht der Wasserfall, sondern der Weg dorthin das Schöne an der ganzen Sache ist. Na toll!
Seit Montag haben Karo und ich dann auch unseren ersten Job: 3 Stunden Putzen in unserem Hostel für freie Unterkunft. Ist zwar nicht so der Bombenjob, aber so sparen wir jeden Tag schon einmal 20$ und können uns bei der richtigen Jobsuche mehr Zeit lassen…

An den Linksverkehr hier haben Karo und ich uns immer noch nicht gewöhnt. Ist auch einfach zu bescheuert… So kann sogar das Fahrrad fahren zu einer gefährlichen, aber spannenden Angelegenheit werden!

Achso und für alle die mich hier irgendwie erreichen wollen (Papa, Onkel A aus G ?!) meine neue Handynummer: 0064211045109. Hab die deutsche Karte jetzt immer aus und schaue nur alle paar Tage mal drauf.

Aufgefallen: In einem kleinen Souvenir- Laden haben Karo und ich dann auch den neuesten Trend in Neuseeland entdeckt -> Nippel- und Bauchnabelwärmer aus Schaf- oder Opossum- Fell !!! Crazy, Crazy, Crazy!